Macht Solarstrom glücklich?

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Eine neulich veröffentlichte Studie zeigt den Zusammenhang zwischen subjektivem Wohlbefinden und genutzter Stromquelle auf. Strombezug aus eigener Photovoltaik-Anlage soll die Zufriedenheit erhöhen – aber nicht bei allen.

«Die Digitalisierung macht die Komplexität der Welt besser sichtbar», sagt der norwegische Philosoph Anders Indset. Die Wahrnehmung des Umfangreichen mache uns unsicher und unglücklich. Doch Technologie kann uns Menschen auch erfreuen. Die Rede ist nicht vom Smartphone, nein, von Solarstrom. In einer Studie kommt der Journalist Thomas Schenk zum Schluss, dass selbst betriebene Photovoltaik-Anlagen glücklich machen können. Das Interessante dabei: Männer und Frauen scheinen anders zu ticken.

Thomas Schenk hatte letzten Frühling über 600 Hauseigentümerinnen und -eigentümer in der Deutschschweiz zu ihrer Lebens- und Wohnsituation befragt. Ein Teil der Befragten beitreibt eine eigene Photovoltaik-Anlage, der andere nicht. Die Studie zeigt: PV-Anlagen beeinflussen das persönliche Wohlbefinden und die mit dem Stromverbrauch assoziierten Gefühle. Hauseigentümerschaften, die eine PV-Anlage betreiben, verbinden mit dem Stromverbrauch mehr positive Gefühle.

Dieser Zusammenhang gelte jedoch nur für Männer. Bei Frauen sei die Wirkung genau umgekehrt. Die Betreibung einer PV-Anlage beeinflusse ihre Lebens- und Wohnzufriedenheit negativ. Berücksichtigt wurden in der Befragung auch Faktoren wie Alter, Erwerb, Bildung, Einkommen oder Umwelteinstellung.

 

Im Einfamilienhaus mit Photovoltaik-Anlage variiert die Lebens- und Wohnzufriedenheit zwischen den Geschlechtern (Grafik: thomasschenk.ch).

 

Laut Studie beschleunigt sich der Ausbau der Photovoltaik. Gemäss der Befragung sind 41,7 Prozent aller Anlagen seit 2015 oder später in Betrieb. Und der Ausbau gehe weiter: 43,7 Prozent der Hausbesitzer und Hausbesitzerinnen, die bis heute keinen eigenen Solarstrom nutzen, beabsichtigen eine PV-Anlage zu installieren.

Weitere Infos und eine Zusammenfassung der Studie, die Thomas Schenk im Rahmen seines Masterstudiums in Sustainable Development an der Universität Basel durchgeführt hatte, sind zu finden unter www.thomasschenk.ch.

Bild: Pixabay

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